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Ateliers protégés pour personnes en situation d'handicap
Geschützte Industriewerkstätten für Menschen mit Behinderung
Sheltered Industrial workshop for handicaped persons

Pionier in der Heliotherapie (Behandlung durch die Sonne), bemerkte Dr. Rollier  rasch, dass seine Tuberkulosepatienten ebenso unter ihrer Untätigkeit und ihren bedenklichen wirtschaftlichen Verhältnissen wie  unter der Krankheit selber litten.

Im Jahre 1930 weiht  er eine revolutionäre Klinik ein, in der er medizinische Behandlung, Aktivität und berufliche Ausbildung miteinander verbindet :

Die Clinique Manufacture von Leysin.

Aus dieser Institution bleiben die Buchstaben CML von der « Ressorts CML ».

Im Laufe der Jahre der Aktivität der Klinik und seiner Werkstätte, stellen die Kranken alles Mögliche her : Pantoffeln, Sicherungen, kleine Spielzeuge und Puzzle aus Holz, Näharbeiten, Buchbinden, Stuhlfabrikation, kleine Federn, usw…..

Von all diesen Produktionen verbleiben bis heute die Federfabrikation und die Unteraufträge im Bereich der Kartonage.

Dank Antibiotikas wird die Tuberkulose heute ambulant behandelt und die Höhenkliniken schliessen ihre Pforten.  Dies war das Schicksal der Clinique Manufacture im Jahre 1977. Der Kanton Bern, der in der Zwischenzeit die Institution erworben hatte, bemühte sich jedoch, die Werkstätten, in denen die ehemaligen Kranken und andere Behinderte arbeiten, zu erhalten. Mit dem in Kraft treten der Invalidenversicherung  anfangs der 60er Jahre, gehören  die Werkstätten der La Manufacture zu den ersten Organisationen in der Schweiz, welche als geschützte Werkstätten durch das BSV (Bundesamt für Sozialversicherungen) anerkannt wurden.

Die Geschichte wollte, dass die Aktivitäten der Manufacture sich auf die Fabrikation von Puzzles, unter der gut bekannten Marke Pénélope, und auf die Federfabrikation konzentriert. Pénélope hat in der Ebene in Aigle Lokale gefunden, während die Personen, die in der Federherstellung arbeiten, im Jahre 2004 in eine neue Fabrik in Leysin einziehen konnten.